Dauerproblem Falschfahrer – Was ist zu tun?

Falschfahrer
 

Es passiert immer wieder. Ob aus bloßer Unachtsamkeit oder mit dem Wunsch sich das Leben zu nehmen – Falschfahrer sind eine Problematik, die ohne Eingriff von außen immer weiter bestehen bleiben wird. Doch wie kann dieser „Eingriff“ aussehen?

Die Problematik vorweg

Es ist kein Problem, das einzig und allein die Bundesrepublik betrifft. Weltweit kommt es immer wieder zu schweren Un- und Todesfällen durch Falschfahrer. Diese sogenannten „Geisterfahrer“ gefährden also nicht nur sich selbst, sondern vor allem auch andere Verkehrsteilnehmer.

Häufig sind es ältere Autofahrer, welche die Verkehrszeichen übersehen, die auf ein Verbot der Durchfahrt hinweisen. Hin und wieder kommen jedoch auch Menschen mit Suizidwunsch auf die Idee, ihrem Leben mit der Fahrt in entgegengesetzte Richtung ein Ende zu bereiten.

Wie kann das verhindert werden?

Da dieser Frage im Endeffekt zwei unterschiedliche Problemstellungen zu Grunde liegen, ist sie so einfach leider nicht zu beantworten. Eine Möglichkeit bieten die sogenannten „Rüttelstreifen“. Im Gegensatz zu anderen Verkehrszeichen wie beispielsweise Neon-Schildern, sprechen sie mehrere Sinne gleichzeitig an.

Einerseits soll der Falschfahrer regelrecht wachgerüttelt werden, auf der anderen Seite ertönt beim Überfahren der Linie ein zusätzliches akustisches Signal. Geplant sind derartige Fahrbahnmarkierungen als ein bundesweites Pilotprojekt. Die erste Test-Markierung befindet sich bereits an einer Auffahrt der B29 in der Nähe Stuttgarts.

Hier kam es im Januar dieses Jahres nämlich zu einem Zusammenstoß zwischen einem 20-jährigen Autofahrer und einer 72-jährigen Falschfahrerin. Beide Verkehrsteilnehmer kamen bei diesem Unfall ums Leben.

Radarempfänger sowie Assistenzsysteme bieten weitere Möglichkeiten. Diese technischen Helfer können Falschfahrer nicht nur warnen, sondern sie in einigen Fällen sogar komplett von ihrem Vorhaben – ob gewollt oder ungewollt, spielt dabei keine Rolle – abbringen.

Extremer gegen Falschfahrer

In den vergangenen Jahren haben Experten diverse Ideen und Konzepte gesammelt, welche die Gefahr durch Falschfahrer schmälern sollen. Nur wenige von ihnen befinden sich bisher wie die Rüttelstreifen im Test. Jedoch kommen auch vergleichsweise extreme Methoden zur Sprache, die jedoch tatsächlich Abhilfe schaffen könnten.

Gerade bei Suizidversuchen stoßen die meisten Konzepte an ihre Grenzen. Sie sind häufig nur auf die Warnung der Falschfahrer oder der anderen Verkehrsteilnehmer bedacht und haben nur selten eine tatsächliche Stopp-Funktion.

Eine hierfür doch recht effektive Methode wären Asphaltkrallen an Autobahnauffahrten. Sie würden bei einer Geisterfahrt die Reifen des betreffenden Fahrzeugs aufschlitzen und es somit zum Stehen bringen. Ein entscheidender Kontrapunkt, der dieser Idee im Wege steht sind die Kosten. Alleine in Deutschland gibt es mehrere Tausend Autobahnauffahrten. Es muss also anscheinend an weiteren Methoden gefeilt werden.

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