AdBlue – So geht auffrischen!

AdBlue
 

Viele moderne Dieselfahrzeuge benötigen AdBlue, um ihren Stickoxid-Ausstoß zu minimieren und so die Umwelt zu schonen. Mit was für einer Flüssigkeit ihr es da genau zu tun habt und wie man diese anwendet erfahrt ihr hier.

Wozu braucht mein Diesel AdBlue?

AdBlue ist ein Gemisch aus demineralisiertem Wasser und Harnstoff, welches bei laufendem Motor mit einem Druck von etwa fünf Bar in den Abgasstrom eingespritzt wird. Das ganze passiert nachdem dieser bereits den Dieselpartikelfilter passiert hat und ist im Grunde ein weiterer Schritt der Abgasreinigung.

Die Harnstofflösung reagiert unter Einwirkung von Hitze. Der entstandene Ammoniak reagiert anschließend mithilfe eines SCR-Katalysators (SCR = selective catalytic reduction) mit den schädlichen Stickoxiden zu umweltverträglichem Stickstoff und Wasserdampf.

Auf diese Weise sollen die Stickoxid-Emissionen um bis zu 90 Prozent reduziert werden. Derartige Reduktionen sind seit Inkrafttreten der Abgasnorm Euro-6 vorgeschrieben. Diese hat nämlich den erlaubten Stickoxid-Ausstoß pro Kilometer von 180 auf 80 Milliliter herabgesetzt.

AdBlue nachfüllen

Der Tankdeckel für die Harnstofflösung befindet sich in der Regel unmittelbar neben dem des Kraftstofftanks. Bei älteren Dieselfahrzeugen kann die Position jedoch auch abweichen. So kann es beispielsweise sein, dass man AdBlue entweder über eine Tanköffnung im Kofferraumboden oder im Motorraum nachfüllen muss.

Während das Fahrzeug sich in Betrieb befindet und sich die Füllung des AdBlue-Tanks so langsam dem Ende neigt, leuchtet eine Warnung auf. Im Gegensatz zur Füllstandwarnung des Diesel-Tanks geschieht dies jedoch zum Teil im 1000-Liter-Bereich. Ab einem bestimmten, Modell-abhängigen Mindeststand lässt sich der Motor des Wagens nicht mehr starten.

Für alle Nutzer der Lösung gilt also den Stand des Tanks möglichst immer im Blick zu behalten, damit man sich nicht irgendwann irgendwo im nirgendwo wiederfindet und der Motor sich nicht mehr starten lässt. Selbstverständlich kann man auch ganz einfach einen Behälter mit entsprechender Flüssigkeit mit sich führen. Hier ist allerdings auf die Temperatur zu achten, damit die Lösung nicht gefriert. Das geschieht etwa ab einer Temperatur von -11°C und könnte den Behälter zerbersten lassen.

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